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Weinbauinfo Nr.4-2019

Datum: 02.05.2019

Weinbauinfo Nr. 4 vom 02.05.2019

Allgemeiner Entwicklungsstand:

Mit dem wechselhaften „Aprilwetter“ sind wir nun in den Wonnemonat Mai gestartet. Aktuell sieht es danach aus dass es mit dem gewohnten wechselhaften Wetter noch etwas weitergeht. Dies bremst natürlich das Wachstum und wir befinden uns nach wie vor bei 3-6 Blättern. Die Wetterprognose meldet zum Wochenende vereinzelt Gefahr durch Bodenfrost und tagsüber kaum über 15°C. Auch nächste Woche sieht es ähnlich aus mit wechselhaftem, kühlem Wetter.

Tierische Schädlinge:

Traubenwickler:

Durch die tiefen Temperaturen ist der Flug des Traubenwicklers weitestgehend zum Erliegen gekommen. Die Fallenkontrollen durch die Rebschutzwarte sind in vollem Gange, dafür ein besonderes Dankeschön.

Pilzkrankheiten:

Peronospora:

Die bisher gefallenen Niederschläge (Station Königschaffhausen ~23 mm, Herbolzheim ~31 mm und an der neuen Station in Malterdingen ~26 mm) in Verbindung mit den tiefen Temperaturen und geringer Blattfläche haben mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zur Primärinfektion der Peronospora ausgereicht. Da es kühl bleiben soll, sind die Bedingungen für Primär-/Bodeninfektionen auch in den kommenden Tagen weiterhin eher gering. Eine Behandlung in dieser Woche ist daher nicht notwendig. Nächste Woche sehen wir weiter, weiteres im kommenden Weinbauinfo.

Oidium:

Der Infektionsdruck ist witterungsbedingt auch in den letztjährigen Befallslagen gering, so dass auch hier keine Behandlung diese Woche eingeplant/umgesetzt werden muss. Dies gilt auch für Phomopsis (Schwarzfleckenkrankheit)

Weinbauliche Hinweise:

Für das Wochenende sind Nachttemperaturen um den Gefrierpunkt gemeldet, so dass mit dem großflächigen Entfernen der Frostruten noch etwas gewartet werden sollte. In den hohen Lagen ist die Frostgefahr gering, dort können Frostruten entfernt werden.

Pflegemaßnahmen wie Stockaustriebe entfernen und Ausbrecharbeiten können begonnen bzw. fortgesetzt werden.

Düngung:

Derzeit ist ein guter Zeitpunkt für geplante Stickstoffdüngungen. Der NID Bodenwert liegt aktuell bei 18 kg vorhandener N im Boden pro ha. Das bedeutet, dass 40 bis 50 kg N/ha, das sind 1,5 bis 1,8 kg/ar KAS oder Entec 26, bzw. 2 bis 2,3 kg/ar schwefelsaures Ammoniak, ausreichend sind. Damit wird auch den Anforderungen der neuen Düngeverordnung Rechnung getragen. Beachten Sie auch, dass das Stören der Begrünung (jede zweite Gasse) mit 20 bis 30 kg N/ha in die Düngeberechnung eingerechnet werden kann/muss.

Sonstige Hinweise:

Termine:

07.05.2019 18 Uhr Rebbegehung BWK südlicher Breisgau, Treffpunkt Winzerhof Frank, Nordweil

15.05.2019 18 Uhr Rebbegehung BWK Kaiserstuhl, Treffpunkt Schule, Michaelskapelle, Riegel

Die nächste Weinbauinfo folgt, sofern nicht anders erforderlich, in KW 19

Gez. Renz

Weinbauberatung Landkreis Emmendingen

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