Weinbauinfo Nr.3-2021

Weinbauinfo Nr. 3 vom 15.04.2021

Allgemeiner Entwicklungsstand:

Mitte April und man fühlt sich immer noch am wohlsten mit einer warmen Jacke - das ist die etwas lapidar klingende Zusammenfassung der vergangenen Tage. Einhergehend mit kühlen Tagestemperaturen und begleitendem Wind waren es aber vor allem die frostigen Nächte die uns massiv beschäftigt haben und leider noch weiter beschäftigen. Frostschäden wurden vor allem Anfang/Mitte letzter Woche gemeldet, dort hauptsächlich im Zusammenhang mit dem leichten Niederschlag und dadurch starker Erhöhung der Frostgefahr in den sich im Aufbruch befindenden Knospen. So kam es in vielen Bereichen des Beratungsgebietes zu Frostschäden, deren abschließende Beurteilung derzeit noch nicht möglich ist. Auffällig sind vor allem Schäden in obenliegenden oder nach oben zeigenden Knospen, dort herrschte durchgängige Durchfeuchtung und entsprechend das höchste Schadenspotential.

Auch die kommenden Nächte bis zum Wochenende bleiben kritisch, erst ab nächster Woche soll sich ein vorsichtiger Trend zu höheren Temperaturen und keiner Nachtfrostgefahr mehr einstellen.

Mit den steigenden Temperaturen wird sich dann weiteres Wachstum einstellen und einen besseren Überblick über die Frostschäden bieten. Solange lautet die Devise: Abwarten! Wer eine Frostversicherung hat, sollte die Schäden auf jeden Fall anmelden, Frostruten sollten natürlich ebenfalls noch belassen und nicht nachgeneigt werden.

Tierische Schädlinge:

Rhombenspanner/Erdraupen:

Bereits vor den Frostnächten wurde vereinzelt Knospenfraß durch Rhombenspanner oder Erdraupen gemeldet. Dies wird sich nach Frost und Neuaustrieb der geschädigten Knospen nochmals verschärfen. Behalten Sie die Anlagen im Blick und reagieren Sie rechtzeitig.

Eine gute Bekämpfungsmöglichkeit bietet das nächtliche Absammeln. Alternativ kann mit einem zugelassenen Insektizid bekämpft werden (Achtung: Zulassungen und Bienenverträglichkeit prüfen!).

Kräuselmilben:

Die Temperatursumme für den Wanderungsbeginn der Kräuselmilben aus den Winterquartieren wird dieser Tage erreicht. Wo Behandlungen geplant sind, sollte nun reagiert werden. Vor allem in Befallslagen bzw. Anlagen mit Vorjahresbefall, aber auch Junganlagen mit wenig Raubmilbenbesatz kann eine Austriebsbehandlung sinnvoll sein. Zum Einsatz kommen Netzschwefel (Indikation beachten!) und ein Ölpräparat.

Es ist auf eine gute Benetzung der Ruten und Köpfe zu achten. Pockenmilben und Schildläuse werden bei dieser Behandlung miterfasst.

Sonstige Hinweise:

Zum Bundesinvestitionsprogramm für Landwirtschaft des Bundes gibt es folgende Mitteilung:

Wer teilnehmen möchte, muss sich bis 21.4.2021 im Portal der landwirtschaftlichen Rentenbank registrieren. Der Ablauf wurde geändert, die neuen Regularien sind dem Portal der Rentenbank (www.rentenbank.de) zu entnehmen. Nach wie vor sind die Förderangebote für den Weinbau sehr begrenzt.

Die nächste Weinbauinfo folgt, sofern nicht anders erforderlich, innerhalb 14 Tage

Gez. Renz

Weinbauberatung Landkreis Emmendingen

 

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